Buchvorstellung: Die Zombies von Oz

“Die Zombies von Oz” von Christian Endres ist Anthologie aus dem Jahr 2010.

Zunächst war ich bei der Lektüre sehr verwirrt. Die ersten hundertzwanzig Seiten dieses Werkes sind nämlich EINE Kurzgeschichte. Man denkt so:” Ok, der Autor hat ein seeeehr weites Verständnis von Anthologie und hat die Episoden einer Geschichte als Kurzgeschichte aufgefasst…” ( Was nicht ganz abwegig ist, da es Handlungssprünge gibt, die aber auch im Rahmen von “normalen” Roman liegen).

Jedenfalls war dann diese erste “Kurzgeschichte” nach 120 Seiten vorbei. Der Rest des Buches besteht dann formal aus “normalen” Kurzgeschichten, was ja nun zum versprochenen Programm bei einer Anthologie gehört. Was aber sicherlich nicht zu einer normalen Kurzgeschichtensammlung unter dem Titel “Die Zombies von Oz” gehört, sind Kurzgeschichten, die inhaltlich überhaupt nichts mit dem Oberthema “Zombies” und “Oz” gemein haben. Ungefähr 4-5 der 15 Kurzgeschichten haben weder etwas mit Zombies, noch mit Oz, zu tun.

Das Thema, was sich, bis auf eine Ausnahme, als roter Faden durch die Anthologie schlängelt, ist Horror/Thriller. Der Titel dieser Publikation ist daher nicht nur vermessen, sondern, bösartig interpretiert, Kundentäuschung.

Gut genug Formalgemotze. Kommen wir zum wirklich wichtigen Teil, dem Inhalt und dem Handwerklichen. Die Kurzgeschichten sind größtenteils wirklich gut gelungen. Christian Endres versteht es zu erzählen und die formalen Richtlinien zu Kurzgeschichten richtig umzusetzen. Es gibt die genretypischen offenen Anfänge und Enden, die wirklich Lust darauf machen, mehr zu erfahren.

Zur Bewertung: Inhaltlich gebe ich der Anthologie 8,5/10 Brainz, wegen der Kundentäuschung ziehe ich aber zwei ab, woraufhin ich dem Werk 6,5/10 Brainz gebe.

 

(Cheshirepunk)

Buchvorstellung: Die Leichen des jungen Werther

Hier meine erste Review zu meinem vorletztgelesenen Buch. Ich las es im November, kurz nach Halloween also, genau die passende Jahreszeit für so ein Werk. Die Autorin orientiert sich eher stilistisch als formal am Originalwerk, es ist also kein bloßes umgeschriebenes Buch. Der Stil in der Briefform des Originals gehalten, was ich sehr witzig finde, aber nicht jedermanns Sache ist, wie ich aus meinem persönlichen Umfeld gehört habe.

Fazit: Ein nettes Werk für zwischendurch, lustig und in seiner Form erfrischend, aber man muss schon Liebhaber des Genres sein. Ich gebe “Die Leichen des jungen Werther” 7,5/10 Brainz.

(Cheshirepunk)