Schreiben im Februar und März

Verlängerung des Schreibmonats Februar/ PowNoWriMo/ Schreibnächte

Im Februar habe ich den (immernoch andauernden) Schreibmonat Februar veranstaltet. Teilnehmen konnte und kann immer noch jeder auf meinem Blog und auch auf Facebook in der entsprechenden Veranstaltung.

Mittlerweile habe ich eine Gruppe auf Facebook gegründet „Schreibmotivation – Schreibinspiration“ in der dann auch die Verlängerung des Schreibmonat stattfinden wird; dort gibt es dann auch spontane Schreibnächte, Schreibmaratons und vieles mehr. Natürlich und auch ausdrücklich ist euch das erstellen von Veranstaltungen, selbstverständlich sollten zum Thema Schreiben passen. In der Schreibwerkstatt sammeln sich auch ein paar motivierte Schreiberlinge zum PowNoWriMo (PowerNovelWritingMonth).

Informationsübersicht:

Schreibmonat Februar:

  • 1. Februar 2014 00:00 bis 28. Februar 2014 23:59
  • Ziel: Schreibe jeden Tag an deiner Geschichte
  • Mein Ziel: 70.000 Wörter insgesamt
  • Trage dich noch schnell in meine Statistik ein

Verlängerung Schreibmonat Februar:

  • 1. März 2014 00:00 bis 31. März 2014 23:59
  • Ziel: Schreibe jeden Tag an deiner Geschichte
  • PowNoWriMo-Ziel: 120.000 Wörter insgesamt/ ca. 3.871 Wörter am Tag
  • Wer möchte kann die Statistik vom Februar auf meinem Blog weiter nutzen. Gebt mir rechtzeitig Bescheid, wenn ihr eure Wortzahl und euer Ziel übernehmen wollt. Jeder der mir nicht schreibt wird nicht mehr in der Statistik aufgeführt und seine Wortzahl „gnadenlos“ gelöscht 😀

Linkübersicht:

Blogs:

Facebook

PowNoWriMo- offiziell in der Schreibwerkstatt teilnehmen.

Viel Schreibfreude wünscht euch Tinka 🙂

Schreibtipp #4: Der Alltag eines Autors

Zeitfresser Fernseher

Der beste Freund des Menschen. Ok… Zumindest einer der besten Freunde neben Hund und Kühlschrank.

Aber was macht den Fernseher zu so etwas Besonderem?
Man kann Stunden vor ihm verbringen und schön rumgammeln; seine Lautstärke ändern, wenn die Nachbarn mal wieder lauter sind. Und auch Abende mit Freunden verbringen ohne viel sagen zu müssen. Er ist da, wenn man ihn braucht und mit ihm lassen sich mitunter auch interessante Dinge in Erfahrung bringen. Zudem kann man dort ganz bequem ohne einen Besuch bei Saturn oder eine Bestellung bei Amazon seine Lieblingsserien sehen. In der Werbung erfährt man etwas über die neusten Angebote im Supermarkt. Man bleibt dank Nachrichtensendern und Sendern wie zum Beispiel RLT immer informiert über das Weltgeschehen und den neusten Promitratsch.

Und wozu braucht man ihn wirklich? Im Grunde genommen erfüllt er seinen Zweck nachhaltig und pflichtbewusst. Die Serien halten einen vorm Fernseher; das geht manchmal soweit, dass man seinen Tagesplan danach richtet. Jeder kennt sicher den Satz: „Heute abend gehts nicht, da guck ich GZSZ. Vielleicht am Wochenende?“ Oder wenigstens so ähnlich. Und das Gefühl, dass man politisch, wirtschaftlich und auf welche Art noch auf dem Laufenden bleiben muss, hält einen an der Kiste. Aber muss man das wirklich?

Ich lebe seit mittlerweile fast sieben Monaten ohne Fernsehanschluss. Der Fernseher ist für mich vom Prinzip her nur Dekoration oder falls mich mal die Serien- oder Filmwut überfällt da, um sie zu befriedigen. Von Nachrichten war ich noch nie der große Fan, wahrscheinlich sind sie größtenteils eh nur Fiktion und nur bei wenigen Sendern sachlich recherchiert. Obwohl ich bei der Meldungsvielfalt und Schnelligkeit von Journalisten bezweifeln möchte, dass sie überhaupt die Zeit haben, alles genaustens zu überprüfen. Gibt es etwas wichtiges auf der Welt, dann ist Facebook eine zuverlässige Quelle für Informationen; vielleicht auch nicht immer genau recherchiert, aber wenigstens gut dosiert und gefiltert 😉

Aber mal ehrlich: Was kann das Fernsehen einem Autor schon bieten? Das Meiste, das man dort geboten bekommt ist Müll. Man merkt beim zusehen, wie man verblödet und trotzdem schaut man weiter. Ausgenommen sind Sender, die wirklich noch wissenswertes übermitteln, aber auch die Informationen findet man bei einer gezielten Recherche im Internet. Dazu kommt die Dauerbeschallung von Werbung, die mittlerweile unverschämt lang hinausgezögert und ausgeweitet wird.
Für mich hat das Fernsehen gar keinen wirklichen Reiz mehr, lieber greife ich gezielt auf informative Videos bei YouTube zurück und wenn es mich doch einmal reizt und ich mich auf Trash-TV einlassen will, gibt es immer noch RTL-Now. Und der Erfolg gibt mir Recht, wenn man es als Erfolg bezeichnen möchte, dass ich in meiner Zeit ohne Fernsehen bereits ein Romanmanuskript beendet habe und meine Produktivität steigert sich in der Hinsicht immer weiter.
Unter Entzugserscheinungen leide ich nicht, vielleicht verbringe ich immer noch zu viel Zeit mit Facebook, aber wenigstens habe ich den Zeitfresser Fernsehen aus meinem Leben eliminiert und ich empfehle es jedem Autor weiter, aus Überzeugung.

Über den Sinn von Serien für Autoren sprechen auch die SchreibDilettanten: Hier gehts zur Folge.

Eure Tinka

Schreibtipp #3: Aus Büchern lernen

Fische kennen keinen Ehebruch- Carl Aderhold

Eine Freie Fahrt ins Glück und zur großen Liebe.
Für Valérie hat die Sitzung bei der Typ-Beraterin ungeahnte Folgen: Ihr Gatte ist sauer – er hätte lieber die Frau behalten, nach der kein Mann sich umdrehte. Auch Valérie selbst zweifelt: Ist sie nun wirklich schön und elegant wie ihre Filmheldin Julia Roberts? Auf dem Weg zur Bushaltestelle macht ein fremder Mann ihr Komplimente; sie ist völlig perplex. Wie in Trance fährt sie zum Bahnhof statt zur Arbeit, steigt in den ersten Zug – und nimmt von ihrem bisherigen Leben eine Auszeit. Der Beginn einer ungewöhnlichen Reise zu vergessenen Träumen und zu sich selbst…”

Dieses Buch habe ich aus dem Regal gezogen ohne den Titel zu lesen. Nur wegen der Farbe des Covers. Seltsam. Ich habe es direkt ungedreht und die Rückseite gelesen und entschieden es kommt auch mit. Erst im Zug habe ich dann den Buchtitel gelesen und fand ihn irgendwie witzig.

Gut, ich hatte also eine gewisse Erwartung an das Buch, die es leider nicht erfüllen konnte. Beim Lesen des Klappentextes habe ich erwartet, dass hier die persönliche Wandlung einer Frau beschrieben wird mit Gefühlen und Gedanken. Sie steht zwar im Mittelpunkt, doch es gibt viele weitere Figuren, deren Geschichte erzählt wird. Daher finde ich den Klappentext etwas irreführend.

Am Anfang hatte ich Schwierigkeiten in das Buch hinein zufinden. Es gibt viele lange Sätze. Nichts gegen lange Sätze, ich mag und verwende sie auch in meinen eigenen Geschichten, aber ich habe beim Lesen häufig den Überblick verloren und habe ein und den selben Satz bis zu drei Mal von vorn lesen müssen um ihn zu verstehen. Desweiteren gab es zwei Charaktere, die eher eine Nebenrolle gespielt haben, dennoch wichtig waren, die ich beim Lesen absolut nicht unterscheiden konnte. Am Ende wurde es mit den beiden dann besser.

Dann gab es Passagen, die ziemlich wissenschaftlich waren, was ja an sich nicht schlecht ist. Allerdings wurde an einer Stelle eine Meinungsverschiedenheit von zwei Wissenschaftlern beschrieben, die ich nur gelesen habe um voran zukommen, verstanden habe ich aber nicht, worum es ging. Die Szene habe ich nur gelesen um des Lesens Willen. Ich glaube, es war einfach zu fachspezifisch, nicht mein Fach, und sich extra wegen der zehn Zeilen ins Thema ein zuarbeiten fände ich übertrieben.

Am Anfang war ich ein wenig, nicht enttäuscht, aber ich habe mich gewundert, dass das Buch nicht sehr dick ist, bei dem was eigentlich passieren sollte. Als ich beim Lesen dem Ende näher kam, war ich ganz froh, dass das Buch nur 284 Seiten hat.

Nachdem ich merkte, dass ich das Buch insgesamt nicht so toll finde, habe ich ein bisschen mehr darauf geachtet, was mich stört und was ich für mich aus einem schlecht geschriebenen Buch lernen kann:

  • Den Klappentext vom Buch sollte man möglichst genau verfassen.
  • Lange Sätze können dem Leser Schwierigkeiten bereiten. (Hier gibts Infos zum langen Satz)
  • Auch Nebencharatere wollen eine Identität haben und einzigartig sein, damit sie nicht mit anderen verwechselt werden.
  • Fachsimpeln in Geschichten – Kann schwierig sein, muss aber nicht. Solche Szenen sollten auch für nicht-Experten verständlich sein, aber sie auch nicht für dumm verkaufen.

Vielleicht helfen euch diese Anregungen weiter. Ich glaube, sie zeigen gut, wie wichtig es ist Alpha- und Betaleser zu haben, denn sie können auf einige Punkte achten, die einem selbst als Autor nicht unbedingt auffallen.

Alliteration

Die Alliteration ist vermutlich das bekannteste Stilmittel, das einen so bewusst über den Weg läuft. Das Stilmittel beschreibt eine Reihung von Wörtern, die mit dem selben Anlaut beginnen. Dabei ist zu beachten, dass es um den Anlaut, nicht den Buchstaben, geht.

Daher bilden Schaf und Sonne keine Alliteration.
Sehr wohl aber Schaf und Stein ( zugegeben keine sehr schöne und auch nicht für starke Dialektsprecher des Norddeutschen )

Die Wörter müssen auch nicht unmittelbar hintereinander stehen. Zum Beispiel : „ Da wallen und wogen die Wipfel des Waldes“ ( Wilhelm Jordan)

Heutzutage wirken Alliterationen auf uns wohl eher lustig. Das ist natürlich für einen Autoren eine perfekte Gelegenheit, um lustige Szenen noch lustiger zu gestalten.

Man kann sie auch ernsthaft einsetzen, das ist dann aber vom Kontext abhängig und lässt sich gut mit einem Asyndeton verbinden. Dazu vielleicht zwei Beispiele aus eigener Feder.

„ Er boxte und biss sich durch die Prüfung.“
„ Sie schlugen, schlitzen, schnitten sich durch Reihen ihrer Feinde.“

Man sieht, dass die Alliteration die Verben stärker betont, einen Fokus auf sie legt.

Ich hoffe, dass ich euch ein paar Anregungen geben konnte und stehe natürlich für Rückfragen zur Verfügung.

– Cheshirepunk –