[Rezension] Kim&Struppi in Nordkorea von Christian Eisert

Was liest man, wenn man als erfolgreich geflüchteter und geborener Ossi ins tiefste Mecklenburg-Vorpommern fährt? Natürlich Christian Eiserts „Kim & Struppi in Nordkorea“. Auf humoristische Art und Weise beschreibt der Autor seine zweiwöchige Reise durch die demokratische Volksrepublik Korea mit … Weiterlesen

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Es ist machbar, drei Romane in einem Jahr zu schreiben

Hallo ihr Lieben 🙂

Ein paar Blogbeiträge von Richard Norden haben mich inspiriert und herausgekommen ist ein Jahresplan, durch den man drei Romane schreiben kann.

Hier könnt ihr euch eine von mir erstellte Vorlage kostenlos und ohne Anmeldung runterladen.

Wie funktioniert es?

Das Jahr hat bekannterweise zwölf Monate. Wenn man davon ausgeht, dass jeder Roman geplant, geschrieben und überarbeitet wird, dann hat benötigt man zur Fertigstellung vier Phasen (die Dritte ist dabei diejenige, in der das Manuskript nicht angesehen wird). Die Arbeit an einem Manuskript kann man also grob auf drei Monate aufteilen. Und das Beste: In dem Plan ist so viel Platz, dass ihr die Phasen beliebig verlängern oder verkürzen könnt.

Die erste Seite habe ich Jahresplan genannt. Dort könnt ihr die Titel der Projekte eintragen, den Umfang und den Status (Planen, Schreiben, Ruhemodus oder Überarbeiten). In der zweiten Tabelle auf der Seite Jahresplan habe ich eine kleine Übersicht skizziert. Ihr seht, dass ihr jeden Monat im Jahr nur mit einer Aufgabe beschäftigt seid. Und ihr könnt auch erkennen, dass sogar schon ein viertes Projekt eingeplant ist.

Aber von vorn:

Ihr könnt mit dem ersten Projekt direkt im September 2014 anfangen. Der erste Monat ist nur dazu da, um zu planen. Für Plotter ist die Zeit wichtig und wertvoll. Discovery Writer (also entdeckende Schreiber) können in dieser Zeit schon schreiben, ihre Figuren kennenlernen. Ich bin eher ein Discovery Writer und von mir kann ich sagen, dass ich keinen ganzen Monat zur Planung brauche. Daher kann man auch schon im September anfangen, das Manuskript zu schreiben.

Der folgende Monat ist der eigentliche Schreibmonat für das erste Projekt: Oktober 2014. In dieser Zeit könnt ihr schreiben, was das Zeug hält. Es ist auch nicht schlimm, wenn ihr den Schreibmonat verlängert. Im Folgenden habt ihr ja drei Monate, in denen ihr euer Projekt nicht anzusehen braucht. Vielleicht benötigt ihr nicht die ganzen drei Monate, denn in der Zwischenzeit beschäftigt ihr euch schon mit dem nächsten Projekt und dadurch solltet ihr genügend Abstand zu Projekt Nummer eins bekommen.

Der November ist im Jahr 2014 noch frei. Hier könnt ihr ein Projekt für den NaNoWriMo schreiben, wenn ihr möchtet oder einfach mal eine Runde chill’n, denn die nächsten Monate sind wieder ausgeplant 😉

Im Dezember 2014 geht es dann mit dem Projekt zwei so richtig los. Wieder könnt ihr Planen, Notizen machen, eure Figuren kennenlernen, eben alles, was ihr zur Vorbereitung auf das „richtige“ Schreiben braucht. Der Januar 2015 wird dann wieder zum Schreiben genutzt. Auch hier steht es euch schon frei, ob ihr bereits im Dezember damit beginnt oder/und den Januar zum Schreiben verlängert und parallel zum Überarbeiten vom ersten Projekt im Februar 2015 noch schreibt.

Der Februar ist dann zur Überarbeitung von Projekt eins gedacht. Aber auch hier seid ihr flexibel, denn ihr könnt zur Abwechslung schon im Januar mit der Überarbeitung beginnen oder parallel zur Planung von Projekt drei noch überarbeiten. Ich habe schon häufig gelesen, dass die Überarbeitung zeitaufwendiger ist, als das Schreiben an sich. Leider habe ich in dem Bereich noch nicht allzu viel Erfahrung und auch keine Methode gefunden, in der ich schon rouitiniert genug bin, um sie euch zu diesem Zeitpunkt vorzustellen.

Weiter geht es im März 2015 mit dem Planen von Projekt Nummer drei, das dann im April 2015 geschrieben wird.

Im Mai 2015 folgt die Überarbeitung eures zweiten Projekts. Im Juni 2015 könnte dann die Planung für das vierte „Bonus“Projekt folgen (ich habe es nicht zu den Romanen, die man in einem Jahr schreiben kann, dazu gezählt, weil die (erste) Überarbeitung nicht innerhalb dieses einen Jahres (laut Plan) geschafft wird. Natürlich braucht es mehrere Überarbeitungsschritte, um zum fertigen Romanmanuskript zu gelangen. Aber in einem Jahr drei Projekte zu haben, die zumindest einmal überarbeitet wurden, ist schon ein ordentliches Stück. Im Juli 2015 kann dann das vierte Projekt geschrieben werden.

Um das Jahr abzuschließen, wird dann im August 2015 das dritte Romanmanuskript überarbeitet.

Bis hierher war es erst einmal die grobe Planung. Auf der nächsten Seite der Tabelle seht ihr eine Übersicht, in der ihr euren täglichen WordCount in die entsprechenden Felder eintragen könnt. Auch diese Tabelle beginnt im September, sodass ihr direkt in euer Schreibjahr starten könnt. Unter dem jeweiligen Monat habe ich eine Formel eingefügt, die euch die Wortzahl in dem Monat ausrechnet. Ganz oben rechts befindet sich dann die Wortzahl, die ihr in dem Jahr geschrieben habt.

Die nächsten drei (vier) Tabellenblätter sind die einzelnen Seiten für eure Projekte. Oben könnt ihr den Titel und Umfang eures Projektes eintragen. Dabei steht es euch frei, ob ihr die Anzahl der Seiten, Wörter oder Zeichen eintragt. In der Tabelle darunter habe ich die Phasen eingetragen, in denen sich dann euer Projekt befindet und die Monate zugeteilt. In die Spalten darunter könnt ihr eintragen, was ihr wollt: geschriebene Wortzahlen, überarbeitete Seiten, die Zeit, die ihr mit eurem Projekt verbracht habt, Notizen zum Projekt oder zur Arbeitswiese, wie es euch an dem Tag ging, …

Natürlich ist dieser Plan ziemlich straff und diejenigen, die nicht allzu viel Freizeit haben, sich um ihre Kinder kümmern müssen, viel Arbeiten, usw. … können das vielleicht auch gar nicht schaffen. Aber in der Theorie, wenn man sich am Tag ein paar Stunden freinehmen kann und die Phasen noch in die anderen Monate hineinschiebt, dann könnte es klappen. Wie gesagt, das ist alles nur theoretisch, ich habe diesen Plan noch nicht ausprobiert, aber ich war im letzten Jahr ziemlich faul und habe zumindest die Rohfassung von drei Romanen geschrieben.

So, dann hoffe ich, dass euch der Plan ein wenig helfen kann und wünsche euch viel Spaß damit 🙂

Eure Tinka

[Kreativität|Ideenfindung] ABC-Listen

Hallo ihr Lieben 🙂

Heute möchte ich euch eine Methode vorstellen, auf die ich im Buch Sprachenlernen leichtgemacht! von Vera F. Birkenbihl gestoßen bin. Ich glaube, dass man diese Methode auch sehr gut als Autor zur Ideenfindung nutzen kann.

Wie funktionierts?

Am linken Rand eines Blattes wird das Alphabet senkrecht aufgeschrieben. Danach findet man zu jedem Buchstaben eine Assoziation. Dabei kann man sich selbst ein Thema suchen, zu dem man Begriffe finden möchte. Hier könnt ihr euch eine von mir erstellte Vorlage runterladen, um sie dann auszudrucken und auszufüllen.

Dann werden zu den Buchstaben Wörter gefunden und hinter ihn geschrieben. Man sollte aber nicht von A bis Z krampfhaft durchassoziieren. Das heißt, dass der Blick von oben nach unten und von unten nach oben über die Buchstaben gleiten soll. Dabei muss nicht zu jedem Buchstaben eine Assoziation aufgeschrieben werden und bei einem anderen Buchstaben können am Ende auch mehrere Worte stehen. Birkenbihl erklärt diese Methode so, dass einem zum Beispiel bei dem Buchstaben Z das Zebra einfällt und dann kommt man durch dieses Wort auf die Gazelle beim Buchstaben G. Das verhindert ein Hängenbleiben an einem Buchstaben. Wird dieses „Spiel“ mit einem Zeitlimit gespielt, dann kommt man mit der herkömmlichen Methode vielleicht nur bis zum Buchstaben L. Mit der Birkenbihl-Methode kann man so auch die restlichen Buchstaben beachten.

Birkenbihl vergleicht diese Technik mit dem Spiel Stadt-Land-Fluss: „Wer viel spielt, weiß viel!“ (S. 214).

Und wie bei jeder anderen Kreativitätstechnik gilt auch hier: Es gibt kein richtig und kein Falsch!

Mein Beispiel:

Ich habe als Beispiel selbst eine ABC-Liste zum Thema „Bücher“ angefertigt.

ABC-Liste

Videoerklärung von Vera F. Birkenbihl

[Qick-Tipp] Schreibgruppen

[Edit: Dieser Beitrag ist am 19. Mai 2014 auf meinem Blog erschienen, aber dennoch aktuell]

Gerade hat mich die Pauli angestupst und gesagt: Schreib mal was über die Schreibgruppe, als Antwort auf meinen Beitrag. Dann erfülle ich ihr gern den Wunsch.

Dieser Artikel ist also Paulina Bordihn, auch Pauli oder Pulli genannt, gewidmet.
– Tinka

Tipp

Versucht euch in Schreibgruppen zusammen zurotten.

Vielleicht findet ihr jemanden, der eine Schreibgruppe leitet oder ihr ergreift selbst die Initiative und sucht euch Leute, die gerne schreiben. Vielleicht könnt ihr hier mal rumfragen. Das ist meine Gruppe auf Facebook in der sich einige Schreiber tummeln. Fragt einfach mal nach Interesse 😉

Gestern war ich das erste Mal in Biancas Schreibgruppe dabei. Zuerst hatte ich ein wenig Angst, dass ich den Ansprüchen nicht gerecht werden kann, aber alles in allem war es eine sehr nette und interessante Runde.

Ich wusste eigentlich gar nicht, was auf mich zukommt. Die Sitzung gerstern war der Praxisteil zu der vergangenen Woche und Bianca ließ uns bis zuletzt im Dunkeln tappen.

Das Thema war Discovery Writing und so bekamen wir von Bianca, nachdem jeder ein Resüme über die Diskussion der vergangenen Woche (ich hatte die Möglichkeit diese nachzulesen, weil ich ja nicht dabei war), Writing Promts. Sieben an der Zahl von denen wir uns eines aussuchen konnten. Und dann sollten wir schreiben, dazu hatten wir dreißig Minuten Zeit. Wir durften Plotten, da festgestellt wurde, dass Plotten auch in Form von Discovery Writing stattfinden kann, und Schreiben.

Bei meinem Writing Promt: „Fange an mit: Die Welt geht unter“ hatte ich direkt ein Bild vor Augen und meine Gedanken schrieben die Geschichte schon. Ich muss sagen: leider hatten wir nachdem wir die Writing Promts bekommen hatten noch ca. 10 Minuten Zeit. Zu lange für meine Finger – sie wollten direkt loslegen 😀

Und dabei heraus kam dieser Text. Ich habe ihn nur in Sachen Rechtschreibung und Tippfehler überarbeitet, alles andere ist original.

Im Anschluss haben wir noch über die Übung geredet.

Schreibgruppe: pro

  • Du lernst Leute kennen, die genauso wie du das Schreiben lieben.
  • Du bekommst das Gefühl, dass du nicht alleine bist.
  • In einer Gruppe kann man sich gegenseitig unterstützen und auch Texte der anderen lesen und kommentieren.
  • Jeder von euch lernt dazu, wenn er die Texte von anderen liest und kommentiert und auch Anmerkungen von anderen einarbeitet.
  • Es gibt einen Tipp für Autoren, der beinhaltet, dass man seine Geschichte nicht der Familie (oder Freunden) zeigen und konstruktive Kritik erwarten sollte.

Schreibgruppe: contra

  • Es kann eine ganze Weile dauern, bis du eine Gruppe findest. Nicht die erstbeste muss gleich die Richtige sein.
  • Ich habe in dem Schreibratgeber von James N. Frey gelesen, dass es verschiedene Schreibgruppen mit unterschiedlichen Ansprüchen gibt. Manche wollen nur „hohe“ Literatur produzieren und protzen herum, andere reagieren bei wirklicher Kritik empfindlich und wollen nur in den Himmel gelobt werden. Also, schaut euch um, irgendwann kann jeder Leute finden, die zu ihm passen und es können auch Freundschaften entstehen.
  • Meistens findet man Leute, die schreiben (besonders als schüchterner und menschenscheuer Autor, wie es wahrscheinlich die Meisten sind) nicht unbedingt in der näheren Umgebung. Was bleibt ist das Internet. Doch dies macht die Kommunikation schwerer, weil ein wichtiger Bereich fehlt: die nonverbale Kommunikation. Ich denke, jeder kennt das Problem mit missverstandenen Smilies 😉

Mein Fazit

Wenn ihr eine Schreibgruppe gefunden habt, dann müsst ihr einerseits mit der Qualität zufrieden sein. Sie muss euch persönlich für euer Schreiben etwas bringen. Was nutzen Kaffeekränzchen und Pläuschchen in gemütlicher Runde? Das bringt niemanden voran und ist nur Pseudogehabe. Andererseits müsst ihr euch aber auch wohl fühlen. Ihr müsst ohne Angst eure Meinung zu den Texten anderer geben können, ohne dass diese gleich beleidigt sind. In einer guten Schreibgruppe wird sich nicht persönlich angegriffen und konstruktive Kritik gegeben, die man annehmen kann oder eben auch nicht. Hört dabei auf jeden Fall auf euer Bauchgefühl. Es sind eure Geschichten, die die anderen Mitglieder zu Gesicht bekommen – im Idealfall sind sie wie eure Babys.

Was sagt ihr dazu?

Meine Pro- und Contra-Liste ist natürlich nur eine kleine Auswahl der Punkte, die mir eingefallen sind. Gibt es für euch noch Dinge, die wichtig sind, um euch einer Schreibgruppe anzuschließen? Oder was hindert euch daran einer solchen Gruppe beizutreten? Was sind eure Erfahrungen?

Es grüßt euch eure Tinka

[Rezension] „Asphalt – Ein Fall für Julia Wagner“ von Axel Hollmann

Ich bin ja von Natur aus ein kritischer Mensch und immer sehr skeptisch. Deswegen war ich auf das Werk, was ich heute besprechen will, sehr gespannt und es nicht untertrieben, wenn ich sage, dass mir die Lektüre wirklich ein Bedürfnis … Weiterlesen

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Schreibratgeber – Unverzichtbar oder Hinderlich?

Vor einem halben Jahr habe ich gesagt „ Ich werde niemals, never ever in the world, einen Schreibratgeber lesen!“, weil ich der Meinung war, dass Schreibratgeber den eigenen Stil und die Ideenvielfalt eingrenzen würden. Durch den Podcast der Schreibdilletanten und verschiedene Berichte in sozialen Netzwerken wurde ich darauf aufmerksam, dass es anscheinend drei Schreibratgeber von Frey und einen von Stephen King gäbe, die einen eben nicht so einengen. Und das stimmt auch – wenn man weiß, wie man solche Werke kritisch und reflektiert zu lesen hat. Auch wenn beide Autoren mehrmals darauf hinweisen, dass es ihre Meinung ist und King schreibt, dass man keine Schreibratgeber ( auch seinen eigenen) braucht, habe ich den Eindruck, dass viele glauben, dass man es nur so machen kann, wie es in den Ratgebern empfohlen wird.

Und das sind die Schreibratgeber – Empfehlungen. Mehr können und wollen die Ratgeber von King und Frey gar nicht sein, da sie auch nicht komplett durchexerzieren, wie man einen Roman schreibt, sondern Hilfestellungen oder Anregungen zu bestimmten Problematiken beim Schreiben geben.

Frey beschäftigt sich vor allem damit, wie man einen Roman planen kann und was es für bewährte Handlungsmuster gibt.
King zeigt auf, wie er Romane schreibt, vollkommen anders als Frey, und wie man gut überarbeiten kann. Vor allem letzter Punkt hat mir von den vier Werken am meisten geholfen.

Dass man nicht alles glauben darf und sollte, zeigen aber Aussagen von Frey, in denen er behauptet (was auch durchaus stimmen kann), dass der Antagonist den Roman vorantreibt und die Geschichte vorlegt usw, aber erst in „The Key“, also dem dritten Teil seiner allgemeinen Schreibratgeber, ein Konzept zum Entwurf von Antagonisten zeigt. Auch King verstrickt sich ein wenig in widersprüchliche Aussagen. Zum einen schreibt er, dass jeder so schreiben kann und soll wie er möchte, aber Adverbien und bestimmte Inquitformeln gehen natürlich ganz und gar nicht Auch Kings Plottmethode ist eher metaphysisch – Ich habe sie verstanden, weil ich schon vorher so gearbeitet habe, aber jemand, der nicht so tickt, wird damit wohl kaum etwas anfangen können.

Die Ratgeber haben mir geholfen, aber ich denke auch, dass man sie nicht unbedingt braucht. Man macht sich aber sicherlich vieles leichter. Freys Weg ist sicherlich solider und bodenständiger und führt vielleicht eher zum Erfolg, aber King ist eher etwas für wilde und freie Geister wie mich, wobei Kings Vorlage zum Überarbeiten von Texten sicherlich wesentlich besser und anschaulicher ist.
Ich glaube zum jetzigen Zeitpunkt nicht, dass ich noch weitere Ratgeber lesen werde und denke, dass ich jetzt über die nötigen Grundwerkzeuge verfüge.

Edit: Ich empfehle die Bücher als Papierbuch zu kaufen, um Anmerkungen machen und leichter nachschlagen zu können. Ich habe den Ratgeber von King als Kindle-Version und habe heute ewig zum Nachschlagen gebraucht.

Wie haltet ihr es mit Schreibratgebern? Schreibt es in die Kommentare ;D