Es ist machbar, drei Romane in einem Jahr zu schreiben

Hallo ihr Lieben 🙂

Ein paar Blogbeiträge von Richard Norden haben mich inspiriert und herausgekommen ist ein Jahresplan, durch den man drei Romane schreiben kann.

Hier könnt ihr euch eine von mir erstellte Vorlage kostenlos und ohne Anmeldung runterladen.

Wie funktioniert es?

Das Jahr hat bekannterweise zwölf Monate. Wenn man davon ausgeht, dass jeder Roman geplant, geschrieben und überarbeitet wird, dann hat benötigt man zur Fertigstellung vier Phasen (die Dritte ist dabei diejenige, in der das Manuskript nicht angesehen wird). Die Arbeit an einem Manuskript kann man also grob auf drei Monate aufteilen. Und das Beste: In dem Plan ist so viel Platz, dass ihr die Phasen beliebig verlängern oder verkürzen könnt.

Die erste Seite habe ich Jahresplan genannt. Dort könnt ihr die Titel der Projekte eintragen, den Umfang und den Status (Planen, Schreiben, Ruhemodus oder Überarbeiten). In der zweiten Tabelle auf der Seite Jahresplan habe ich eine kleine Übersicht skizziert. Ihr seht, dass ihr jeden Monat im Jahr nur mit einer Aufgabe beschäftigt seid. Und ihr könnt auch erkennen, dass sogar schon ein viertes Projekt eingeplant ist.

Aber von vorn:

Ihr könnt mit dem ersten Projekt direkt im September 2014 anfangen. Der erste Monat ist nur dazu da, um zu planen. Für Plotter ist die Zeit wichtig und wertvoll. Discovery Writer (also entdeckende Schreiber) können in dieser Zeit schon schreiben, ihre Figuren kennenlernen. Ich bin eher ein Discovery Writer und von mir kann ich sagen, dass ich keinen ganzen Monat zur Planung brauche. Daher kann man auch schon im September anfangen, das Manuskript zu schreiben.

Der folgende Monat ist der eigentliche Schreibmonat für das erste Projekt: Oktober 2014. In dieser Zeit könnt ihr schreiben, was das Zeug hält. Es ist auch nicht schlimm, wenn ihr den Schreibmonat verlängert. Im Folgenden habt ihr ja drei Monate, in denen ihr euer Projekt nicht anzusehen braucht. Vielleicht benötigt ihr nicht die ganzen drei Monate, denn in der Zwischenzeit beschäftigt ihr euch schon mit dem nächsten Projekt und dadurch solltet ihr genügend Abstand zu Projekt Nummer eins bekommen.

Der November ist im Jahr 2014 noch frei. Hier könnt ihr ein Projekt für den NaNoWriMo schreiben, wenn ihr möchtet oder einfach mal eine Runde chill’n, denn die nächsten Monate sind wieder ausgeplant 😉

Im Dezember 2014 geht es dann mit dem Projekt zwei so richtig los. Wieder könnt ihr Planen, Notizen machen, eure Figuren kennenlernen, eben alles, was ihr zur Vorbereitung auf das „richtige“ Schreiben braucht. Der Januar 2015 wird dann wieder zum Schreiben genutzt. Auch hier steht es euch schon frei, ob ihr bereits im Dezember damit beginnt oder/und den Januar zum Schreiben verlängert und parallel zum Überarbeiten vom ersten Projekt im Februar 2015 noch schreibt.

Der Februar ist dann zur Überarbeitung von Projekt eins gedacht. Aber auch hier seid ihr flexibel, denn ihr könnt zur Abwechslung schon im Januar mit der Überarbeitung beginnen oder parallel zur Planung von Projekt drei noch überarbeiten. Ich habe schon häufig gelesen, dass die Überarbeitung zeitaufwendiger ist, als das Schreiben an sich. Leider habe ich in dem Bereich noch nicht allzu viel Erfahrung und auch keine Methode gefunden, in der ich schon rouitiniert genug bin, um sie euch zu diesem Zeitpunkt vorzustellen.

Weiter geht es im März 2015 mit dem Planen von Projekt Nummer drei, das dann im April 2015 geschrieben wird.

Im Mai 2015 folgt die Überarbeitung eures zweiten Projekts. Im Juni 2015 könnte dann die Planung für das vierte „Bonus“Projekt folgen (ich habe es nicht zu den Romanen, die man in einem Jahr schreiben kann, dazu gezählt, weil die (erste) Überarbeitung nicht innerhalb dieses einen Jahres (laut Plan) geschafft wird. Natürlich braucht es mehrere Überarbeitungsschritte, um zum fertigen Romanmanuskript zu gelangen. Aber in einem Jahr drei Projekte zu haben, die zumindest einmal überarbeitet wurden, ist schon ein ordentliches Stück. Im Juli 2015 kann dann das vierte Projekt geschrieben werden.

Um das Jahr abzuschließen, wird dann im August 2015 das dritte Romanmanuskript überarbeitet.

Bis hierher war es erst einmal die grobe Planung. Auf der nächsten Seite der Tabelle seht ihr eine Übersicht, in der ihr euren täglichen WordCount in die entsprechenden Felder eintragen könnt. Auch diese Tabelle beginnt im September, sodass ihr direkt in euer Schreibjahr starten könnt. Unter dem jeweiligen Monat habe ich eine Formel eingefügt, die euch die Wortzahl in dem Monat ausrechnet. Ganz oben rechts befindet sich dann die Wortzahl, die ihr in dem Jahr geschrieben habt.

Die nächsten drei (vier) Tabellenblätter sind die einzelnen Seiten für eure Projekte. Oben könnt ihr den Titel und Umfang eures Projektes eintragen. Dabei steht es euch frei, ob ihr die Anzahl der Seiten, Wörter oder Zeichen eintragt. In der Tabelle darunter habe ich die Phasen eingetragen, in denen sich dann euer Projekt befindet und die Monate zugeteilt. In die Spalten darunter könnt ihr eintragen, was ihr wollt: geschriebene Wortzahlen, überarbeitete Seiten, die Zeit, die ihr mit eurem Projekt verbracht habt, Notizen zum Projekt oder zur Arbeitswiese, wie es euch an dem Tag ging, …

Natürlich ist dieser Plan ziemlich straff und diejenigen, die nicht allzu viel Freizeit haben, sich um ihre Kinder kümmern müssen, viel Arbeiten, usw. … können das vielleicht auch gar nicht schaffen. Aber in der Theorie, wenn man sich am Tag ein paar Stunden freinehmen kann und die Phasen noch in die anderen Monate hineinschiebt, dann könnte es klappen. Wie gesagt, das ist alles nur theoretisch, ich habe diesen Plan noch nicht ausprobiert, aber ich war im letzten Jahr ziemlich faul und habe zumindest die Rohfassung von drei Romanen geschrieben.

So, dann hoffe ich, dass euch der Plan ein wenig helfen kann und wünsche euch viel Spaß damit 🙂

Eure Tinka

4 Kommentare zu “Es ist machbar, drei Romane in einem Jahr zu schreiben

  1. So, nachdem ich diesen Beitrag schon vor ein paar Tagen gesehen und überflogen habe, hatte ich jetzt endlich mal Zeit ihn mir genau anzusehen.
    Ich denke, der Grundgedanke, Projekte im Vorfeld gründlich zu planen (sowohl zeitlich als auch vom Vorgehen insgesamt) ist sehr gut und macht auch den Unterschied vom Hobbyschreiberling zum „richtigen“ Autoren mit einem Ziel.
    ABER solange wir alle noch nebenbei Geld verdienen müssen und wie Du ja schon erwähnt hast, Kinder oder sonstige Belastungen haben (ich meinte jetzt Haushalt, Einkaufen etc), wird das zeitlich nicht so ganz klappen. Ich schreibe auch beruflich einiges und bin daher an der Tastatur sehr schnell, trotzdem benötige ich nach einem Arbeitstag Zeit um „runterzukommen“, ich esse was und schreibe dann im Schnitt 1,5 Std. Das macht mit Glück und keinen Überstunden oder privaten Problemen 7,5 Std. die Woche in der ich sagen wir mal 10000 Wörter schaffe Selbst, wenn ich jetzt das WE noch mit mehr Wörter ansetze, komm ich am Ende eines normalen Monats ohne Urlaub auf vielleicht 70000 Wörter – und das ist dann definitiv kein fertiges Buch!
    Insofern würde ich sagen, das drei Romane nur sehr schwer machbar sind (oder nur für Leute, die noch schneller schreiben als ich, weniger arbeiten, Familie und Schlafen auf ein Minimum beschränken können etc 😉 ), aber die Grundidee dieser Planung gefällt mir. Die werde ich mir definitiv mal runterladen und zum Antreiben für meine Verhältnisse modifizieren. Danke!!!

  2. Kuckuck, tolle Grundidee – habe mir gerade eine Kopie von dem Plan auf Google Drive gezogen und hoffe, dass ich ihn nicht versehentlich verschoben statt kopiert habe. Sagst du mir bitte Bescheid, falls da irgendwas schiefgegangen ist?
    LG
    Mik

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