[Rezension] Der Triumph der Zwerge von Markus Heitz

Ziemlich genau sieben Jahre ist es her, dass Heitz den vierten und vorerst letzten Teil der Zwergenreihe veröffentlicht hatte, es war auch damals nicht klar, ob die Reihe um die Zwerge noch weitergehen würde. Umso größer war natürlich die Freude als letztes Jahr die Verlautbarung kam, dass es mit Tungdril, Ingrimmsch und ihren Gefährten in die nächste Runde gehen würde. An diesem Punkt ist man als Leser selbstverständlich sehr gespannt, ob der Autor nach so einer langen Zeit und einer so epischen Vorgabe an die Vorgänger heranreichen kann.

Inhaltlich knüpft der fünfte Band ziemlich direkt an den vierten Band der Zwergen- und auch der Albaereihe an. Das geborgene Land ist zwar von den Schwarzaugen befreit, die aber noch mit Guerilla-Aktionen aus dem Untergrund Unfrieden stiften, aber seine Bewohner werden von inneren und äußeren Feinden bedroht. Gerade rechtzeitig kommt daher der altbekannte Held der Zwerge, um es mal wieder zu richten.

Stilistisch ist es sehr gut geschrieben, ein echter Pageturner und man merkt, dass sich Heitz in den letzten zehn bis zwölf Jahren stark weiterentwickelt hatten. Es gibt keine unangenehmen Längen mehr und die Cliffhanger zwischen den einzelnen Kapiteln bzw. Handlungssträngen sind eleganter gesetzt. Es gibt hier und da kleinere Logikfehler oder Ungenauigkeiten, aber nur im Aufbau einzelner Szenen und nicht in der Handlungslogik. Das ist nicht weiter tragisch, was viel stärker aufgefallen ist, sind relativ viele kleine Tipp- und Grammatikfehler. Die sind zwar numerisch durchaus noch im Rahmen, aber dennoch mehr, als ich von anderen Büchern, die ich in letzter Zeit gelesen habe, gewohnt bin. Es ist dennoch auffällig und man muss fairerweise sagen, dass das keine Autorenfehler sind, sondern dass hier das Lektorat ziemlich gepennt haben muss.

Trotz der kleinen formalen Schwächen habe ich das Werk sehr genossen und schnell gelesen, es hat mich sehr gut unterhalten und das ist das Wichtigste, bei dieser Art der Literatur. Aufgrund der formalen Mängel muss ich aber leichte Abzüge geben und somit kommt der „Triumph der Zwerge“ bei mir auf 9/10 Gewürzbierhumpen.

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