50k5d-Challenge · meine Erfahrungen und Tipps

Hallo ihr Lieben 🙂

Während des Camp NaNoWriMo im Juli habe ich mich das erste Mal an der 50k5d-Challenge versucht und sie auch geschafft. Das Ziel der Challenge ist es, 50.000 Wörter in 5 Tagen bzw. 10.000 Wörter an einem Tag zu schreiben.

Das erste Mal von der 50k5d-Challenge habe ich im NaNoWriMo 2013 gehört. Einige Leute, die mitgemacht haben, wurden als verrückt bezeichnet und ihnen wurde vorgeworfen, doch in dem Tempo gar nichts Vernünftiges schreiben zu können. In den NaNo-Statistiken rannten sie allen anderen davon, was einen ziemlichen Wirbel bei einigen anderen Teilnehmern verursachte.

Eines vornweg: Es ist hammerhart. Aber auch du kannst es schaffen.

Ich habe ein paar Tipps für dich, die dir helfen können, das Ding zu wuppen.

  1. Planung: Ich glaube, das ist das Wichtigste. Beim „normalen“ Schreiben kann es helfen, beim NaNo ist es eine große Hilfe, doch bei der 50k5d-Challenge ist es eine der Grundvoraussetzungen. Nimm dir ein Buch und nimm die ersten 5% der Seiten in deine Hand. In diesen 5% passiert wahrscheinlich ziemlich viel und es ist sehr anstrengend sich die Handlung aus den Fingern zu saugen. Es schreibt sich einfach leichter, wenn man vorher einen Plan hat, wo die Reise hingeht und was als Nächstes passiert.
  2. Zeit: Du wirst mehrere Stunden am Tag vor deinem PC verbringen (ich nehme mal an, dass es kaum einer wagt, diese Challenge mit der Hand zu bestreiten). Blöd, wenn du nebenbei Arbeiten, zur Uni oder in die Schule musst. Mache diese Challenge nur, wenn du wirklich den größten Teil des Tages Zeit hast. Ich habe an den fünf Challengetagen täglich mindestens 6 oder 7 Stunden geschrieben.
  3. Dein Team: Im Team ist es immer leichter zu schreiben, diese Erfahrung hast du wahrscheinlich schon gemacht, wenn du einmal den NaNo mitgemacht hast oder eine feste Schreibgruppe hast, in der ihr regelmäßig schreibt und euch anspornt. Es gibt Schreibspiele, die etwas Schwung und Abwechslung in die Angelegenheit bringen, zum Beispiel WordWars oder Schreibtouren.
  4. Dein Alltag: Wenn du bis zu sieben Stunden am Tag schreibst und dann noch acht Stunden schläfst, bleibt für die alltäglichen Dinge nicht mehr viel Zeit. Versuche vorher Einkäufe zu erledigen, besorge dir Nahrung, die gut für den Kopf, aber nicht zu aufwendig in der Zubereitung ist. Lebt man alleine, dann ist es einfacher, den Haushalt für ein paar Tage links liegen zu lassen, mit einem Lebenspartner kann man einen Deal abschließen, aber mit Familie und Arbeit wird es schon schwieriger. Vielleicht könnt ihr da was drehen, eure Familie nimmt Rücksicht auf euch oder ihr nehmt euch ein verlängertes Wochenende 😉
  5. Das Schreiben: Wie im NaNo gilt es besonders während der Challenge, den inneren Kritiker auszuschalten. Am Anfang ist es schwer, Tippfehler oder komische Satzkonstruktionen stehen zu lassen. Glaubt mir, irgendwann seid ihr wirklich im Flow. Und das Überarbeiten macht fast doppelt so viel Spaß, weil ihr während der Challenge wirklich lustige Sätze fabriziert.
  6. Bonus: Mit Bonus meine ich Dinge, die euch das Schreiben erleichtern können. Für mich war meine Handcreme sehr wichtig, weil ich durch das Tippen trockene Hände bekommen habe. Mein Fehler war es auch, dass ich mich mit dem Laptop ins Bett gelümmelt habe. Das Ergebnis waren Rückenschmerzen. Durch Bewegung könnt ihr ihnen vorbeugen – ich meine an der frischen Luft, denn so kommt auch ebenso frischer Wind in eure Gehirnwindungen. Nervennahrung ist immer gut. Man kann nebenbei etwas knabbern und die Hände sind auch mal abseits der Tastatur mit etwas beschäftigt. Aber nicht übertreiben 😉

mein Fazit zur Challenge

Auf jeden Fall hat mir die Challenge sehr viel gebracht. Der Rausch, wenn man von sich sagen kann, man habe eine Novelle von 50.000 Wörtern in 5 Tagen geschrieben, ist schon ein sehr beflügelndes Gefühl. In einem Team, in dem man sich gegenseitig pusht, ist das noch besser, wenn man sich gemeinsam ins Ziel tippen kann und Nachzügler anfeuert. Man geht über die Grenzen, von denen man eigentlich gedacht hatte, sie wären unüberwindbar. Es ist wie ein Rausch – nur viel produktiver.

Leider muss ich auch sagen, dass dieser Rausch der Höhepunkt eines monatelangen Trips war. Angefangen hat das im NaNo und zog sich bis zum Juli hin. Das Wörterzählen hat mich am Ende so für sich eingenommen, dass mir Zahlen wichtiger waren als Worte. Es hat am Ende keinen Spaß mehr gemacht zu schreiben, ich schrieb nur noch für die Zahlen, aber was dabei herauskam, war absoluter Käse – Die Leidenschaft hat einfach gefehlt.

Doch ich möchte euch keine Angst machen. Aus diesem Loch habe ich mich befreien können 😉 Ich wollte euch nur beide Seiten dieser Challenge vor Augen führen. Es ist eure Entscheidung, doch ich sage euch: wenn ihr die Möglichkeit habt, dann versucht es ernsthaft. Ihr werdet es sicher nicht bereuen – ich tue es auch nicht.

Habt ihr die Challenge schon einmal in Angriff genommen? Wie ist es euch ergangen, was sind eure Erfahrungen? Werdet ihr sie einmal ausprobieren oder noch einmal wiederholen?

[Rezension] Die „Judas“-Reihe von Markus Heitz

Nachdem ich gestern den letzten Teil der Reihe ausgelesen habe, ist es wohl an der Zeit diese vorzustellen. Ich muss dazu sagen, dass ich den ersten Teil vor einigen Jahren gelesen habe und mich zwar noch an die Handlung erinnern … Weiterlesen

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Schreibe ich mit der Hand oder am PC?

Hallo ihr Lieben 🙂

Für lange Zeit war ich mir ziemlich unsicher, ob ich nun mit der Hand oder dem PC meine Geschichten zu Papier bringen möchte. Und auch jetzt weiß ich nicht, ob ich den optimalen Weg gefunden habe. Wahrscheinlich gibt es den auch nicht, aber ich möchte euch einmal die Vor- und Nachteile vor Augen führen, die euch die Entscheidung erleichtern können.

Als es noch keine Computer gab, wurde ja alles mit der Hand oder der Schreibmaschine geschrieben. So hat auch übrigens auf Stephen King angefangen. Aber was sind eigentlich die Vorteile, wenn man mit der Hand schreiben möchte, und was spricht dagegen?

Wenn du mit der Hand schreiben möchtest, dann musst du dich zunächst entscheiden, ob du in ein Notizheft oder auf lose Blätter schreiben möchtest. Aber egal, wie du dich entscheidest: Du kannst wirklich überall schreiben und bist unabhängig von der Technik, weil du keinen Strom für den PC oder Drucker brauchst. Das Papier kannst du überall mit hinnehmen, wenn du ein dünnes Heft oder einzelne Blätter hast, dann kannst du diese zur Not auch knicken, um sie in der letzten Ecke deiner Tasche zu verstauen.

Von einigen Leuten habe ich gehört, dass sie besser schreiben/zeichnen können, wenn sie einen Stift in der Hand haben. Auch mir hat das während meiner Schreibblockade geholfen.

Während des Schreibprozesses kannst du leicht noch einzelne Wörter zwischen die Zeilen quetschen oder Notizen an den Rand schreiben.

Ein Rechtschreibprogramm hat Papier auch nicht. Ich glaube sogar, dass das den kreativen Schreibprozess noch fördert.

Wenn du auf einem echten Blatt Papier schreibst, dann kannst du dich richtig bequem in dein Bett kuscheln, denn du musst nicht schauen, ob dein Laptop so steht, dass auch genügend Luft an ihn dran kommt und er nicht heiß läuft. Außerdem hast du dann wahrscheinlich auch kein Internet nebenbei laufen und wirst nicht so schnell abgelenkt.

Der größte Vorteil für mich ist, dass ich nicht zwischenspeichern muss. Das, was ich geschrieben habe, ist relativ sicher (natürlich nicht vor Wasser oder Teeflecken, auch nicht vor Feuer – aber wie sicher ist da ein PC, wenn es mal mehr wird?). Auch wenn du zwischenspeicherst, auf einen Stick zum Beispiel, kann deinem PC einfach mal einfallen, dass dieser neu konfiguriert werden muss, sprich: Er muss dafür alle Daten löschen. Upsi.

Die Nachteile habe ich ja teilweise schon genannt. Wird Wasser über deiner Geschichte verschüttet, dann kannst du, je nach Schreibinstrument, im dümmsten Fall gar nichts mehr lesen.

Zum Beispiel habe ich keine ordentliche Schrift – zumindest, wenn ich längere Zeit schreibe. Wenn du sie auch nicht hast, brauchst du dir keine Sorgen machen. Kreative Menschen denken wohl zu schnell, als dass sie das Gedachte langsam und in schöner, lesbarer Schrift niederschreiben können. Mir verdirbt es aber immer ein wenig die Laune, wenn ich sehe, wie sehr ich da rumgeschmiert habe.

Natürlich ist der nächste Nachteil ein First-World-Problem: Du musst deine Wörter selbst zählen, wenn du zum Beispiel am NaNoWriMo teilnimmst.

Für mich ist der größte Nachteil der, dass du dein Manuskript irgendwann abtippen musst. Ich glaube, dass kein Verlag mehr handschriftliche Manuskripte akzeptiert (man gebe mir Bescheid, sollte ich mich irren). Das Abtippen ist noch mal sehr zeitaufwendig. Vielleicht kannst du das auch mit deiner ersten Überarbeitung verbinden. Aber dennoch ist der Haufen an Papier demotivierend, zumindest für mich und irgendwann verlässt mich die Lust.

Kommen wir zum Schreiben am Pc. Hier sind die Vor- und Nachteile fast umgedreht.

Ein Vorteil ist, dass du automatisch deine Wörter gezählt bekommst. Du kannst dir sogar mit den richtigen Schreibprogrammen für Autoren die Seitenzahl deines Manuskripts ausrechnen lassen. Daneben gibt es noch viele weitere Spielereien, die ich nicht kenne, weil ich bisher nur FocusWriter ausprobiert habe und es recht minimalistisch scheint, im Gegensatz zu dem, was ich von anderen Programmen gelesen habe.

Für den kreativen Schreibprozess kannst du die Rechtschreibhilfe ausstellen, fürs Überarbeiten wieder an. Du kannst viele Kleinigkeiten in Kürze ändern, ohne noch einmal die ganze Seite schreiben zu müssen.

Klar, verträgt auch nicht jeder PC jede beliebige Menge an Wasser, aber wenn du eins, zwei Sicherungskopien hast, eine davon online, dann kannst du immer darauf zugreifen – vorausgesetzt du vergisst dein Passwort nicht 😉

Im digitalen Zeitalter, in dem wir ja bekanntermaßen leben, haben deine Alpha- und Betaleser wahrscheinlich eine e-Mailadresse. So kannst du sogar mehreren gleichzeitig dein Manuskript in kurzer Zeit übermitteln. Sie können dann digitale Anmerkungen machen, ohne dein Manuskript zu verändern. Gefällt dir ein Kommentar nicht, kannst du ihn löschen. Klick, fertig.

Der größte Vorteil für mich ist, dass du nicht alles abtippen musst. Du kannst mehrere Kopien auf deinem PC erstellen und alle anders bearbeiten; so hast du mehrere Variationen deiner Geschichte ohne großen Aufwand. Bei meinem Schreibprogramm kann ich sogar zwei Dokumente miteinander vergleichen und direkt sehen, welche Änderung mir am Besten gefällt. Außerdem kannst du dein Manuskript auch auf verschiedene Geräte übertragen und dort lesen und bearbeiten. Ist dein Manuskript fertig, dann kannst du es auch in andere Formate umwandeln, je nachdem was dein Verlag haben möchte. Dann schickst du es per Mail ab. Fertig. Abwarten.

Natürlich gibt es auch Nachteile. Wenn ich am PC sitze, dann lasse ich mich oft vom Internet ablenken. Helfen kann da das Programm FocusWriter, aber wenn wirklich im Internet surfen will, dann hält auch das mich nicht auf.

Am PC schreiben kann auch Schreibblockaden begünstigen. Man hat nur den blinkenden Cursor, auf dem Papier könnte man an dieser Stelle einfach etwas zeichnen, um sich einzustimmen. Mit Bildschirm und Tastatur ist das nicht so leicht.

Randnotizen am PC sind auch etwas umständlicher durch eine Tastenkombination oder einen Mausklick einzufügen. Das ist zwar auch wieder eher ein First-World-Problem, aber es ist nun mal da.

Außerdem bis du vom Strom abhängig. Du kannst nicht einfach irgendwo schreiben und im Bett, wo ich am liebsten lese und schreibe, ist die Gefahr hoch, dass der Labtop heiß läuft. Wenn du einen großen PC hast, ist der natürlich noch weniger transportabel.

Meine größte Angst ist, dass ich nicht oft genug Sicherheitskopien mache, bzw. es ganz vergesse. Technik zu vertrauen, ist eine meiner größten Macken. Und wenn der PC sich einen Virus einfängt oder auch nur das Programm abstürzt, dann ist das, was du geschrieben hast, futsch. Es sei denn, dein Programm speichert automatisch zwischen. Auch Datenträger können kaputt gehen oder Onlinespeicher können Probleme haben, gehackt werden, was weiß ich was noch.

Fazit

Nachdem ich mir selbst auch noch mal Vor- und Nachteile von beiden Methoden angesehen habe, stelle ich fest, dass sich das Handschreiben für den kreativen Prozess, also das Schreiben der Rohfassung sehr gut anbietet (wenn man sich denn dazu überwinden kann, alles im Nachhinein abzutippen). Für die nächsten Überarbeitungsschritte ergibt das Schreiben am PC mehr Sinn. Allerdings glaube ich, dass das nur für mich zutrifft, und dass jeder für sich selbst entscheiden sollte, welche Methode er wählt abhängig davon, welches Ziel er mit seinem Schreiben verfolgt und ob er (in einem Schreibmonat auch bei einer Rohfassung) einen Überblick über den Umfang seines Manuskripts haben möchte.

10 Tipps, um sich im NaNoWriMo Zeit zum Schreiben frei zu schaufeln

Dreißig Tage lang steht das Schreiben im Vordergrund. 1.667 Wörter am Tag, um am Ende mit 50.000 Wörtern, vielleicht sogar einer fertigen Geschichte in der Rohfassung dazustehen, sind echt keine leichte Hausnummer. Doch die Summe macht’s am Ende. Wenn ihr euch jeden Tag zum Schreiben bringt, dann müsst ihr nicht so viel Schreiben, wie zum Beispiel wenn ihr nur einen Tag die Woche schreibt, um aufs gleiche Ergebnis zu kommen.

Die wichtigste Regel beim NaNo: Kleinvieh macht auch Mist, ist nicht nur auf Wortzahlen anwendbar, sondern auch auf die Zeit, die ihr zum Schreiben nutzt. Ich möchte euch in diesem Beitrag ein paar Tipps geben, wie ihr euch kleine (und vielleicht auch größere) Zeitfenster zum Schreiben schaffen könnt.

  1. Duschen statt baden. Beim Baden kann man schon mal eine ganz gute Stange Wasser und auch Zeit verplempern. Lässt man immer wieder neues Wasser nach, dann ist es lange schön mollig warm, aber ihr habt für euren Schreibtag an sich nichts gewonnen. Besser ist es, wenn ihr duschen geht. Für eine Grunddusche (Haare waschen und einseifen plus abspülen) braucht man nicht mehr als fünf Minuten. Wenn ihr das Baden dennoch nicht sein lassen könnt und gern chillig in der Wanne liegt, warum versucht ihr es denn nicht einfach mit „in der Wanne schreiben“? Wer tollpatschig ist, dem würde ich dennoch raten, zu duschen 😉

  2. Die Dinge zum täglichen Leben auf ein Minimum reduzieren: Schließt sich eigentlich dem ersten Punkt an. Im November kann es schon ziemlich frostig werden, da braucht man in der Regel nicht häufiger als alle zwei Tage duschen, es sei denn, man macht Extremsport 😉 Auch Einkaufen braucht man nicht jeden Tag, plant voraus, dann spart ich Zeit und eventuell auch Geld und Benzin.

  3. Spart bei der Zubereitung eures Essens Zeit. Das heißt nicht, dass ihr euch im November ungesund ernähren sollt, jedoch ist es zeitsparender, wenn man nicht die ganze Zubereitungszeit am Herd verbringt. Ausführliche Tipps und Rezepte zum Thema „Essen im NaNo“ wird es noch geben 😉
    Vielleicht wohnt ihr auch nicht alleine, dann könnt ihr das Kochen im NaNo delegieren. Natürlich solltet ihr euch im Dezember dafür revanchieren 😉

  4. Putzen muss nicht so oft sein (Achtung, dahinter kann sich auch oft Aufschieberitis verbergen). Beschränkt euch auf das Minimum. Wohnt ihr mit anderen zusammen, super, dann schiebt den Hausputz auf andere und revanchiert euch 😉 Und wenn ihr noch zu Hause wohnt, dann sagt euren Eltern, dass ihr im November ernsthaft schreiben und eben nicht wichtige Zeit mit Zimmeraufräumen verschwenden wollt. Immerhin ist der NaNo nur einmal im Jahr. Und eure Eltern wollen doch sicher nicht, dass ihr noch weniger Zeit mit dem Lernen für die Schule verbringt 😉 Wenn das nichts hilft, dann bietet doch einfach einen Deal an, im Dezember die Wohnung putzen, bevor die ganze Verwandtschaft zum Festtagsessen anrückt. Ich kann mir vorstellen, dass sich einige Eltern darüber freuen.

  5. Auch wenn es sich im ersten Moment nicht wie ein Tipp zum Zeitsparen anhört: Macht Pausen beim Schreiben. Es ist viel Effektiver (in Wortzahlen gedacht) sich 10 Minuten am Stück hinzusetzen und ohne Ablenkung durchzuschreiben, als eine Stunde am Stück durchzuarbeiten. Es powert nicht so aus, und wenn ihr immer mal 10 oder 5 Minuten zwischendurch nutzt, habt ihr in der Summe vielleicht sogar mehr als eine Stunde Schreibzeit am Tag.

  6. Überlegt euch schon vor dem NaNo, was ihr vorher erledigen könnt. Macht euch eine Liste mit wichtigen Aufgaben zum Beispiel von Referaten, die ihr schon im Oktober machen könnt. Legt wenn möglich Termine auf den Dezember oder den Anfang des nächsten Jahres. Wenn es gar nicht anders geht, dann fangt frühzeitig an, Aufgaben zu erledigen, sie zu stückeln und auf mehrere Tage aufzuteilen, damit euch am Ende nicht der entscheidende Tag zum Schreiben fehlt.

  7. Nutze die Zeit, in der ihr wirklich schreiben könnt, intensiver. Das heißt wörtlich: Tippen. Solange ihr nicht vorm PC sitzt, könnt ihr euch im Hinterkopf schon mit den nächsten Szenen beschäftigen und dann fällt auch das Schreiben leichter, als wenn ihr damit erst anfangt, wenn ihr vorm PC sitzt.

  8. Macht euer Umfeld darauf aufmerksam, dass ihr am NaNoWriMo teilnehmt und wie wichtig es euch ist. Nichts ist unangenehmer als enttäuschte Freunde und Familienmitglieder. Wenn ihr den NaNo selbst ernst nehmt, dann wird es auch euer Umfeld tun. Und dann werdet ihr auch auf mehr Verständnis stoßen, wenn ihr mal einen Termin absagt.

  9. Soziale Netzwerke können auch ohne euch leben. Zwar gibt es viele Foren, die unglaublich motivieren, auch Facebookgruppen und Chats, ABER denkt immer daran, dass das die größten Fallen für Autoren sind. Man kann sich stundenlang festspielen. Wenn ihr gar nicht ohne könnt, dann setzt euch bestimmte Zeiten. Fünf Minuten Facebook und dann wird aber auch mal eine Stunde geschrieben. Tut euch mit Leuten zusammen, die auch schreiben wollen, verabredet Zeiten, in denen ihr euch motiviert. Und auch Whats App hat in der Schreibzeit ruhig zu sein 😉

  10. Nutzt jede freie Minute zum Schreiben, die ihr sonst mit eurem Handy, Facebook oder sonst was verbringt. Oftmals merkt man gar nicht, wie viel Zeit man am Tag eigentlich hat. Ob es nun die Pausen in der Schule oder auf Arbeit sind, die Zeit, die man in Wartezimmern und Zügen verbringt oder allein schon die Werbepausen im Fernsehen. Eigentlich ist das der Megatipp für Autoren überhaupt: Schaut nicht mehr fern. Ich lebe seit über einem Jahr glücklich ohne ein Fernsehprogramm, das meinen Alltag bestimmt. Wenn ihr eure Serien verfolgen wollt, dann schaut sie online oder auf DVD, genauso Filme. Der Vorteil, ihr könnt mal länger schreiben, weil euch das liebe Gerät nicht um 20:15 sagt: Jetzt setzt du dich vor mich und starrst mich an. Ihr habt keine Werbepausen, die das Ganze noch sinnlos verlängern. Und ihr könnt jederzeit anhalten und schreiben, wenn euch gerade die perfekte Idee gekommen ist.

Das waren meine 10 Tipps, wie ihr zu mehr Zeit zum Schreiben kommen könnt. Und ob ihrs glaubt oder nicht, Fernsehen und soziale Netzwerke sind wohl die größten Zeit- und Kreativitätskiller überhaupt 😀 Natürlich ist es nicht leicht, aber dafür ist es der NaNo und die 50.000 Wörter in einem Monat schafft nicht jeder – aber jeder, der es wirklich will 😉

Welche Tipps habt ihr, um euch Zeit zum Schreiben zu schaffen?

[Rezension] „Schlaglicht – Der zweite Fall von Julia Wagner“ von Axel Hollmann

Nicht einmal drei Monate ist es her, dass Axel Hollmanns erster Fall von Julia Wagner verlegt wurde, schon wird der zweite Teil rausgebracht. Ich war damals voll des Lobes und das frühe Release des zweiten Teils zeigt eindeutig, dass ich … Weiterlesen

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7 Schreibhürden und wie du sie überwindest

1. Keine Zeit

Die wohl beliebteste Ausrede von Autoren ist: Ich habe keine Zeit zum Schreiben. Dummerweise muss ich dir jetzt sagen, dass Stephen King genauso wie du nur einen 24-Stunden-Tag hat. Es kommt einfach nur darauf an, wie man seine Zeit einteilt. Klar, der Brotjob muss gemacht werden, Schule und Uni dürfen nicht vernachlässigt werden, Kinder schreien und Haustiere lechzen nach Beschäftigung. Aber nun kommt das Gute: Das Problem ist nicht, dass du zu wenig Zeit hast – du hast genug! -, sondern dass du sie nicht gut einteilst und keine Prioritäten setzt.

3 meiner Tipps für dich (wenn du nur einen beherzigst, hast du schon etwas Zeit zum Schreiben gewonnen)

  • Entweder stehst du früher auf oder du bleibst länger wach (bitte die Option wählen, die dir angenehmer erscheint)
    Es muss keine Stunde sein, fünf oder zehn Minuten sind nicht tragisch. Und diese fünf oder zehn Minuten hast du jetzt mehr. Und verschwende diese Zeit nicht mit Facebook, Instagram, Youtube oder sonstigen Aktivitäten. Du wärst doch auch nicht mehr online, wenn du schon schlafen würdest 😉 Ergo, keine verschwendete Zeit.

  • Wenn du ewig auf sozialen Netzwerken rumhängen kannst, dann setz dir Fristen. Die meiste Zeit verbringen wir doch sowieso nur damit, auf Kommentare oder Antworten zu warten. Hab ich nicht recht?

  • Wartezeiten nutzen
    Wenn ich Nudeln koche, dann kommen sie in einen Topf mit kaltem Wasser und Salz – Deckel drauf – Timer auf 20 Minuten. Diese Zeit könnte ich wunderbar zum Schreiben nutzen. Und ich meine nicht nur Wartezeiten beim Kochen. Beobachte doch mal, wie viel Zeit du mit Warten verbringst – nur an einem Tag. Du wirst überrascht sein.

2. Nicht der richtige Ort

Hast du dann endlich Zeit zum Schreiben freigeschaufelt, taucht das nächste Problem auf: Der perfekte Ort zum Schreiben ist nicht da. Die Illusion vom Autoren, der im Café schreibt, ist sicher vielen Schreibern bekannt. Ausprobiert haben es wahrscheinlich wenige und noch weniger kommen damit klar.

Die Wahrheit ist, dass du, wenn du dich an die Tipps oben hältst, niemals innerhalb der freigeschaufelten Zeit in das nächste Café oder in den Park (oder was auch immer dir Romantisches vorschwebt) kommst, es sei denn, du wartest auf eine heiße Schokolade und bist schon vor Ort.

Und ganz ehrlich: Wer braucht schon den perfekten Ort zum Schreiben, wenn er Autor ist. In der Regel dauert es doch nicht lange und du bist in deiner eigenen Welt versunken. Und auch ein unordentlicher Schreibtisch sollte dich nicht am Schreiben hindern. Tauche in deine Geschichte ein und wenn du zurück bist, dann kannst du immer noch aufräumen.

3. Keine Ideen

Du hast Zeit und sitzt an irgendeinem Ort, fährst den PC hoch, wenn du nicht eben sowieso schon bei Facebook deinen Status geupdatet hast: „Ich schreibe jetzt.“ oder „Wer schreibt mit?“

Und fünf Minuten später antwortest du auf die Kommentare – Du hast dein Ziel erreicht: Du schreibst. Sogar mit anderen. Nur nicht an einer Geschichte. Und das ist das Problem.

Schaff dir ein Ideenglas an oder ein Notizbuch, das immer bei dir ist. Schreibe jede noch so kleine Idee auf. Vielleicht möchtest du auch ein Traumtagebuch führen, in dem du jedes noch so absurdeste Szenario festhältst.

Leider kommen die Ideen nicht unbedingt, wenn man aufs Papier oder den Bildschirm starrt. Du musst bereits wissen, was du schreiben willst.

4. Ich muss planen

Vor Verzweiflung fangen dann viele erst einmal an, zu planen. Sie erschaffen große Welten und planen sich so um den Verstand. Klar ist es toll zu wissen, wie die Welt genau aussieht und sicher brauchen viele die Planung, aber sie muss doch nicht in deine Schreibzeit fallen. Es gibt so viele Arbeiten, bei denen deine Hände das eine machen, dein Kopf sich aber mit etwas ganz anderem beschäftigen kann. Bitte nicht beim Autofahren, das könnte gefährlich werden. Aber beim Kochen, Bügeln, Staubsaugen, ja sogar beim Lesen können dir Dinge für deine Geschichten, Welten oder Charaktere in den Sinn kommen. Du denkst sie gut durch. Und bevor du sie wieder vergisst, schreibst du sie schnell auf.

Wenn du aber das Glück hast, über den Luxus zu verfügen, mit dem Bleistift in der Hand zu denken und dennoch genug Schreibzeit zu haben, dann tu es.

5. Wie fange ich an?

Der sagenumwobene erste Satz. Er muss perfekt sein. Er muss einfach und der Rest, der danach kommt, sollte auch wuppen, denn sonst legt der Leser das Buch weg und nimmt sich ein anderes mit in den Lesesessel.

Warum machst du dir zu viel Druck? Dein Buch ist noch nicht einmal geschrieben und du hast schiss, dass es keiner lesen will? Merkst du, wie unschlau das ist? 😀 Schreibe doch einfach deine Geschichte ab der zweiten Seite oder skizziere die Erste nur in Stichpunkten: Was soll passieren? Wer ist da? Was ist wichtig, deutet vielleicht sogar schon auf das Ende hin? Wenn du viel geplant hast, dann kannst du die Fragen bestimmt beantworten, wenn nicht ist das auch kein Weltuntergang.

Das Wichtigste ist für dich, in dem Moment, in dem dein Buch vielleicht nur eine Idee in deinem Kopf ist, dass du sie aufschreibst. Trau dich schlecht zu schreiben. Mach dir klar, dass es erst mal nur um die Story geht. Du hast noch so viele Möglichkeiten an der ersten Seite herumzudoktern. Aber was willst du mit der perfekten ersten Seite, wenn der Rest nicht mehr kommt?

Wenn du es schaffst, dann schreibe einfach, ohne nachzudenken, habe keine Angst, dass Müll dabei herauskommt, und überlasse den Feinschliff dem Autor, der das fertige Buch in den Händen, bzw. in einer Datei sehen kann.

6. Wie schreibe ich weiter?

Du hast eine Geschichte angefangen und weißt nicht mehr weiter? Vielleicht ist der Abstand von heute und dem Tag, an dem du zuletzt geschrieben hast riesig? Dann lies die Geschichte erst einmal in Ruhe bis zu dem Punkt, an dem du jetzt bist. Ändere nichts! Keine Grammatik, keine Rechtschreibung, keine Namen. Absolut gar nichts! Das Einzige, was erlaubt ist, dass du dir Notizen machst, aber auch nur höchstens am Rand oder als Kommentar im Dokument. Nicht im Fließtext, das könnte zu schnell in einer ersten Überarbeitung ausarten. Das wollen wir nicht.

Hast du die Geschichte wieder verinnerlicht? Idealerweise auch das Gefühl für die Stimmung zurückbekommen, dann schau dir an, was ich im 5. Punkt geschrieben habe. Ist jetzt ja im Prinzip das Gleiche. Es geht nur um die Story, überarbeitet wird später.

7. Meine Geschichte ist scheiße!

Keine Panik, an diesen Punkt kommt jeder Autor mal. Zweifel sind normal, und auch wenn es schwer ist, versuch weiter zu schreiben. Vielleicht hilft dir auch eine kleine Pause, aber übertreib es nicht. Denn je weiter du aus der Geschichte raus bist, desto schwieriger ist es, wieder reinzukommen.

Wichtig ist es, dass du dich entspannst und dich fragst, was ist an der Geschichte scheiße.

Ist sie scheiße geschrieben? Dann mach eine Aussage aus der Frage. Die erste Fassung ist nie perfekt. Du willst wahrscheinlich zu viel auf einmal und hast zu hohe Ansprüche. Deine Geschichte ist noch nicht fertig = du musst noch nicht überarbeiten!

Gefällt dir die Idee nicht mehr? Dann lass deine Geschichte ein wenig liegen. Aber das ist wohl in den seltensten Fällen so, denn du hast diese Geschichte ja schreiben wollen, also muss dich das Thema/die Idee mal gefesselt haben.

Scheint dir die Welt ein wenig schief zu sein oder die Charaktere nicht rund und in 3D? Dann hau dir an den Kopf, denn du bist schon wieder im Überarbeitungsmodus. Wenn du eine Geschichte hast, dann kannst du noch viel ändern, klar, wird das aufwendig und kostet Zeit, aber Zeit, in der du etwas zu tun hast, erscheint dir viel besser genutzt zu sein, als Zeit, die du nicht genutzt, auf deinem Stift gekaut, aufs Papier gestarrt oder auf Facebook rumgedaddelt hast. Und wenn du glaubst, dass du dennoch zu wenig Zeit zum Schreiben hast, schau dir den ersten Punkt noch mal an 😉

Einladung!! Der November kommt <3

Hallo ihr Lieben!

Ihr denkt vielleicht, dass es noch eine Weile hin ist, aber DER NOVEMBER WIRD KOMMEN!!! Und mit ihm der jährliche NaNoWriMo oder auch National Novell Writing Month.

Er ist beliebt bei vielen Autoren und natürlich lassen wir es uns auch nicht nehmen, eine muntere Gemeinde von Schreibwütigen um uns zu horten.

Ihr seid sehr herzlich bei unserer NaNo-Veranstaltung in der Schreibmotivation-Schreibinspiration-Gruppe auf Facebook mitzumachen, euch gegenseitig auszutauschen und zu motivieren. Natürlich haben wir auch eine Statistik, in die ihr eure Wortzahlen eintragen und euch miteinander vergleichen könnt.

Und nun, fangt schon mal an, eure Spitze zu stiften!
Wir sehen uns … im NaNo 🙂

Eure Tinka

Schreibtipp: Tagebuch schreiben

Es muss kein klassisches Tagebuch sein. Man kann das Tagebuch zum Beispiel nur fürs Schreiben übers kreative Schreiben verwenden, ein Schreibtagebuch sozusagen.

Vorteile

  • Beim Schreiben in das Tagebuch kannst du neue Ideen entwickeln und dir auch deine Sorgen und Probleme, die auf deiner Seele liegen, loswerden.
  • Du kannst dich auch so richtig schön über deine Charaktere auslassen und später nachvollziehen, wie deine Geschichte entstanden ist, welche Gedanken du hattest und was du beim Nächsten mal anders oder genauso wieder machen möchtest.
  • Du hast auch nicht das eigentliche Dokument für deine Geschichte offen und damit die Hemmungen genommen einfach über irgendwas zu schreiben. Eine Schreibblockade kann eigentlich gar nicht entstehen, weil es total egal ist, was geschrieben wird.
  • Irgendwann kommst du vielleicht auf Ideen für deine Geschichte oder auch nicht. Was ja egal ist, denn wenn du einfach nur auf ein weißes Blatt gestarrt hättest, wäre auch nicht viel mehr dabei rumgekommen.
  • Und ein Riesenvorteil ist auch, dass schreiben gut tut. Warum gibt es denn sonst die Tradition des Tagebuchschreibens? Aber auch sie wurde erst im Laufe des 19. Jahrhunderts entwickelt.

Was kann hinein?

  • Von dem Anfänglichen Auskotzen über Ideenlosigkeit und Schreibblockaden über Diskussionen mit Charakteren bis hin zum Freuen über deinen Erfolg, kann dort alles drin stehen, was du willst.
  • Vielleicht hast du auch gerade Probleme, die dich vom Schreiben abhalten, weil du keine Ideen hast oder unter zu großem Druck durch andere Dinge stehst. Dann schreib sie einfach ganz zwanglos in dein Schreibtagebuch. So versinkst du nicht in Grübeleien und überlistest die Schreibblockade ganz einfach, denn du schreibst ja, ohne dir großartig Gedanken darüber machen zu müssen, was am Ende dabei heraus kommt. Es liest ja keiner außer dir 😉

Wie kann das ganze aussehen?

  • Du kannst einen Ordner auf deinem PC anlegen in dem sich dann der Reine Text befindet und vielleicht auch eine Tabelle mit deinen Wortzahlen und Notizen zu deinen Geschichten.
  • Genauso gut kannst du dir aber auch ein echtes Buch nehmen und es mit Buchstaben füllen. Beides hat Vor- und Nachteile.

Und nun, probiert es einfach mal aus und erzählt mir davon!
Eure Tinka 🙂

tagebuch

[Rezension] Die Tribute von Panem – Suzanne Collins

Bei diesem Werk muss man wahrscheinlich zur Handlung nicht mehr viel sagen, da wohl so ziemlich jeder ungefähr wissen sollte, worum es geht. Die Trilogie wurde mir bereits von mehreren Leuten empfohlen und ich bin dementsprechend positiv an die Lektüre … Weiterlesen

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