[Ankündigung] Schreiben nach Punkten

Hallo ihr Lieben!

Seit einigen Monaten habe ich schon herum experimentiert und versucht einen Weg zu finden, wie ich mich selbst zum Schreiben motivieren kann. Wer schon einmal an einem Schreibmonat teilgenommen hat, der hat vielleicht auch gemerkt, wie motivierend das ist, gemeinsam zu schreiben.

Mit meinem Plan habe ich einen Zwischenweg gefunden und möchte euch auffordern mitzumachen.

Wie funktioniert das?

Ihr kennt das eigentlich schon so ähnlich aus der Schreibmotivation-Schreibinspirations Gruppe auf Facebook. Jeden Tag hat Ben eine Schreibaufgabe gepostet mit einem festgelegten Wortziel. Da aber nicht jeder jederzeit an seinem Projekt schreibt und auch nicht alle das vorgegebene Ziel erreichen konnten, habe ich mir „Schreiben nach Punkten“ überlegt. Dabei wird nicht nur das Schreiben sondern auch das Planen und Überarbeiten eingerechnet. Das System ist sehr einfach und ihr könnt jeden Tag neu anfangen, Punkte zu sammeln.

Der Dezember wird ein Testmonat sein, daher bin ich auf eure Rückmeldungen gespannt und offen für Änderungen.

Das Punktesystem

Wie Stephen King schon sagte „The scariest moment is always just before you start.“ Also wird auch beim „Schreiben mit Punkten“ schon der Moment mit einem Punkt belohnt, an dem du anfängst an deiner Geschichte zu arbeiten (ob du nun schreibst, überarbeitest, ein Cover erstellst oder planst ist dabei völlig egal). Jede viertel Stunde (15 Minuten), die du an deinem Projekt arbeitest, bringt dir ganze zwei Punkte ein. Für jede Stunde (60 Minuten), die du voll machst, gibt es drei Bonuspunkte.

Beispiel:

1. Du hast an einem Tag 50 Minuten an deinem Projekt gearbeitet, dann bekommst du einen Punkt, weil du angefangen hast + 6 Punkte für drei mal 15 Minuten (=45 Minuten). Das macht für diesen Tag insgesamt 7 Punkte.

2. Du hast an einem Tag 135 Minuten an deinem Projekt gearbeitet, dann bekommst du einen Punkt, weil du angefangen hast + 18 Punkte, weil du 9 mal 15 Minuten gearbeitet hast (135/15=9 mal 2 Punkte) + 6 Bonuspunkte, weil du zwei Stunden vollgemacht hast (135/60=2,25 mal 3 Punkte). So hast du dir für 2 Stunden und 15 Minuten 25 Punkte erarbeitet.

Was ist das Ziel?

Für mich ist das Ziel, mehr Zeit in meine Projekte zu investieren. Ich habe lange überlegt, ob ich vielleicht für das Planen und Überarbeiten andere Werte ansetzen soll, bin aber zu dem Entschluss gekommen, dass sich so die Punkte untereinander besser vergleichen lassen. Besser noch als die Wortzahlen im NaNo, denn jeder Schreibt unterschiedlich schnell, hat am Tag jedoch die gleichen 24 Stunden zur Verfügung. Natürlich weiß ich, dass diese Zeit von jedem unterschiedlich gefüllt wird, aber wer sich überwindet, wenigstens einen kurzen Gedanken für sein Projekt zu ver(sch)wenden, der kann in einem Jahr auch 365 Punkte zusammen bekommen.

Es ist nicht wichtig, wie viel man an einem Tag schafft, es ist wichtig regelmäßig an seinen Projekten zu arbeiten. „Steter Tropfen höhlt den Stein.“ 😉

Wie sieht denn jetzt das Ganze in der Praxis aus?

Ich werde jeden Tag einen Beitrag in der Gruppe posten. Darunter kommentiert ihr dann eure Punktzahl für den Tag. Sollten im Laufe des Tages noch Punkte hinzu kommen, dann kommentiert ihr einfach + und die entsprechende Punktzahl (dann weiß ich Bescheid und kann die Punkte im Dokument einfach addieren).

Ich werde ein Googledokument erstellen, in das ich dann eure Namen und Punkte regelmäßig eintragen werde. Ihr werdet euch das Dokument ansehen, aber nicht bearbeiten können. Das Dokument wird dann in der Facebookgruppe verlinkt 😉

Zusätzlich gibt es hier ein PDF, das ihr euch runterladen, ausdrucken und in dem ihr eure Punkte selbst eintragen könnt.

Schummeln?

Ganz ehrlich, wer schummelt, der trickst sich doch selbst aus. Klar, vielleicht ist er dann weit vorne mit seinen Punkten, aber was bringt das, wenn er in Wirklichkeit gar nicht mit seinem Projekt weiter kommt? Ich kann nicht überprüfen, ob jemand die richtige Punktzahl angibt und will es auch gar nicht. Es liegt in eurer Hand. Und wenn ihr kein Buch veröffentlicht, dann macht es jemand anderes an eurer Stelle. Glaubt mir, es wird keiner merken 😀 (Natürlich gilt das auch für Hobbyschreiber. Am Ende ist es frustrierend, sich selbst zu belügen.)

Feedback!

Schreibt mir bitte unbedingt, was ihr von der Idee haltet, und was ich verbessern kann.

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50k5d-Challenge · meine Erfahrungen und Tipps

Hallo ihr Lieben 🙂

Während des Camp NaNoWriMo im Juli habe ich mich das erste Mal an der 50k5d-Challenge versucht und sie auch geschafft. Das Ziel der Challenge ist es, 50.000 Wörter in 5 Tagen bzw. 10.000 Wörter an einem Tag zu schreiben.

Das erste Mal von der 50k5d-Challenge habe ich im NaNoWriMo 2013 gehört. Einige Leute, die mitgemacht haben, wurden als verrückt bezeichnet und ihnen wurde vorgeworfen, doch in dem Tempo gar nichts Vernünftiges schreiben zu können. In den NaNo-Statistiken rannten sie allen anderen davon, was einen ziemlichen Wirbel bei einigen anderen Teilnehmern verursachte.

Eines vornweg: Es ist hammerhart. Aber auch du kannst es schaffen.

Ich habe ein paar Tipps für dich, die dir helfen können, das Ding zu wuppen.

  1. Planung: Ich glaube, das ist das Wichtigste. Beim „normalen“ Schreiben kann es helfen, beim NaNo ist es eine große Hilfe, doch bei der 50k5d-Challenge ist es eine der Grundvoraussetzungen. Nimm dir ein Buch und nimm die ersten 5% der Seiten in deine Hand. In diesen 5% passiert wahrscheinlich ziemlich viel und es ist sehr anstrengend sich die Handlung aus den Fingern zu saugen. Es schreibt sich einfach leichter, wenn man vorher einen Plan hat, wo die Reise hingeht und was als Nächstes passiert.
  2. Zeit: Du wirst mehrere Stunden am Tag vor deinem PC verbringen (ich nehme mal an, dass es kaum einer wagt, diese Challenge mit der Hand zu bestreiten). Blöd, wenn du nebenbei Arbeiten, zur Uni oder in die Schule musst. Mache diese Challenge nur, wenn du wirklich den größten Teil des Tages Zeit hast. Ich habe an den fünf Challengetagen täglich mindestens 6 oder 7 Stunden geschrieben.
  3. Dein Team: Im Team ist es immer leichter zu schreiben, diese Erfahrung hast du wahrscheinlich schon gemacht, wenn du einmal den NaNo mitgemacht hast oder eine feste Schreibgruppe hast, in der ihr regelmäßig schreibt und euch anspornt. Es gibt Schreibspiele, die etwas Schwung und Abwechslung in die Angelegenheit bringen, zum Beispiel WordWars oder Schreibtouren.
  4. Dein Alltag: Wenn du bis zu sieben Stunden am Tag schreibst und dann noch acht Stunden schläfst, bleibt für die alltäglichen Dinge nicht mehr viel Zeit. Versuche vorher Einkäufe zu erledigen, besorge dir Nahrung, die gut für den Kopf, aber nicht zu aufwendig in der Zubereitung ist. Lebt man alleine, dann ist es einfacher, den Haushalt für ein paar Tage links liegen zu lassen, mit einem Lebenspartner kann man einen Deal abschließen, aber mit Familie und Arbeit wird es schon schwieriger. Vielleicht könnt ihr da was drehen, eure Familie nimmt Rücksicht auf euch oder ihr nehmt euch ein verlängertes Wochenende 😉
  5. Das Schreiben: Wie im NaNo gilt es besonders während der Challenge, den inneren Kritiker auszuschalten. Am Anfang ist es schwer, Tippfehler oder komische Satzkonstruktionen stehen zu lassen. Glaubt mir, irgendwann seid ihr wirklich im Flow. Und das Überarbeiten macht fast doppelt so viel Spaß, weil ihr während der Challenge wirklich lustige Sätze fabriziert.
  6. Bonus: Mit Bonus meine ich Dinge, die euch das Schreiben erleichtern können. Für mich war meine Handcreme sehr wichtig, weil ich durch das Tippen trockene Hände bekommen habe. Mein Fehler war es auch, dass ich mich mit dem Laptop ins Bett gelümmelt habe. Das Ergebnis waren Rückenschmerzen. Durch Bewegung könnt ihr ihnen vorbeugen – ich meine an der frischen Luft, denn so kommt auch ebenso frischer Wind in eure Gehirnwindungen. Nervennahrung ist immer gut. Man kann nebenbei etwas knabbern und die Hände sind auch mal abseits der Tastatur mit etwas beschäftigt. Aber nicht übertreiben 😉

mein Fazit zur Challenge

Auf jeden Fall hat mir die Challenge sehr viel gebracht. Der Rausch, wenn man von sich sagen kann, man habe eine Novelle von 50.000 Wörtern in 5 Tagen geschrieben, ist schon ein sehr beflügelndes Gefühl. In einem Team, in dem man sich gegenseitig pusht, ist das noch besser, wenn man sich gemeinsam ins Ziel tippen kann und Nachzügler anfeuert. Man geht über die Grenzen, von denen man eigentlich gedacht hatte, sie wären unüberwindbar. Es ist wie ein Rausch – nur viel produktiver.

Leider muss ich auch sagen, dass dieser Rausch der Höhepunkt eines monatelangen Trips war. Angefangen hat das im NaNo und zog sich bis zum Juli hin. Das Wörterzählen hat mich am Ende so für sich eingenommen, dass mir Zahlen wichtiger waren als Worte. Es hat am Ende keinen Spaß mehr gemacht zu schreiben, ich schrieb nur noch für die Zahlen, aber was dabei herauskam, war absoluter Käse – Die Leidenschaft hat einfach gefehlt.

Doch ich möchte euch keine Angst machen. Aus diesem Loch habe ich mich befreien können 😉 Ich wollte euch nur beide Seiten dieser Challenge vor Augen führen. Es ist eure Entscheidung, doch ich sage euch: wenn ihr die Möglichkeit habt, dann versucht es ernsthaft. Ihr werdet es sicher nicht bereuen – ich tue es auch nicht.

Habt ihr die Challenge schon einmal in Angriff genommen? Wie ist es euch ergangen, was sind eure Erfahrungen? Werdet ihr sie einmal ausprobieren oder noch einmal wiederholen?

Schreiben im Februar und März

Verlängerung des Schreibmonats Februar/ PowNoWriMo/ Schreibnächte

Im Februar habe ich den (immernoch andauernden) Schreibmonat Februar veranstaltet. Teilnehmen konnte und kann immer noch jeder auf meinem Blog und auch auf Facebook in der entsprechenden Veranstaltung.

Mittlerweile habe ich eine Gruppe auf Facebook gegründet „Schreibmotivation – Schreibinspiration“ in der dann auch die Verlängerung des Schreibmonat stattfinden wird; dort gibt es dann auch spontane Schreibnächte, Schreibmaratons und vieles mehr. Natürlich und auch ausdrücklich ist euch das erstellen von Veranstaltungen, selbstverständlich sollten zum Thema Schreiben passen. In der Schreibwerkstatt sammeln sich auch ein paar motivierte Schreiberlinge zum PowNoWriMo (PowerNovelWritingMonth).

Informationsübersicht:

Schreibmonat Februar:

  • 1. Februar 2014 00:00 bis 28. Februar 2014 23:59
  • Ziel: Schreibe jeden Tag an deiner Geschichte
  • Mein Ziel: 70.000 Wörter insgesamt
  • Trage dich noch schnell in meine Statistik ein

Verlängerung Schreibmonat Februar:

  • 1. März 2014 00:00 bis 31. März 2014 23:59
  • Ziel: Schreibe jeden Tag an deiner Geschichte
  • PowNoWriMo-Ziel: 120.000 Wörter insgesamt/ ca. 3.871 Wörter am Tag
  • Wer möchte kann die Statistik vom Februar auf meinem Blog weiter nutzen. Gebt mir rechtzeitig Bescheid, wenn ihr eure Wortzahl und euer Ziel übernehmen wollt. Jeder der mir nicht schreibt wird nicht mehr in der Statistik aufgeführt und seine Wortzahl „gnadenlos“ gelöscht 😀

Linkübersicht:

Blogs:

Facebook

PowNoWriMo- offiziell in der Schreibwerkstatt teilnehmen.

Viel Schreibfreude wünscht euch Tinka 🙂