Schreibtipp: Tagebuch schreiben

Es muss kein klassisches Tagebuch sein. Man kann das Tagebuch zum Beispiel nur fürs Schreiben übers kreative Schreiben verwenden, ein Schreibtagebuch sozusagen.

Vorteile

  • Beim Schreiben in das Tagebuch kannst du neue Ideen entwickeln und dir auch deine Sorgen und Probleme, die auf deiner Seele liegen, loswerden.
  • Du kannst dich auch so richtig schön über deine Charaktere auslassen und später nachvollziehen, wie deine Geschichte entstanden ist, welche Gedanken du hattest und was du beim Nächsten mal anders oder genauso wieder machen möchtest.
  • Du hast auch nicht das eigentliche Dokument für deine Geschichte offen und damit die Hemmungen genommen einfach über irgendwas zu schreiben. Eine Schreibblockade kann eigentlich gar nicht entstehen, weil es total egal ist, was geschrieben wird.
  • Irgendwann kommst du vielleicht auf Ideen für deine Geschichte oder auch nicht. Was ja egal ist, denn wenn du einfach nur auf ein weißes Blatt gestarrt hättest, wäre auch nicht viel mehr dabei rumgekommen.
  • Und ein Riesenvorteil ist auch, dass schreiben gut tut. Warum gibt es denn sonst die Tradition des Tagebuchschreibens? Aber auch sie wurde erst im Laufe des 19. Jahrhunderts entwickelt.

Was kann hinein?

  • Von dem Anfänglichen Auskotzen über Ideenlosigkeit und Schreibblockaden über Diskussionen mit Charakteren bis hin zum Freuen über deinen Erfolg, kann dort alles drin stehen, was du willst.
  • Vielleicht hast du auch gerade Probleme, die dich vom Schreiben abhalten, weil du keine Ideen hast oder unter zu großem Druck durch andere Dinge stehst. Dann schreib sie einfach ganz zwanglos in dein Schreibtagebuch. So versinkst du nicht in Grübeleien und überlistest die Schreibblockade ganz einfach, denn du schreibst ja, ohne dir großartig Gedanken darüber machen zu müssen, was am Ende dabei heraus kommt. Es liest ja keiner außer dir 😉

Wie kann das ganze aussehen?

  • Du kannst einen Ordner auf deinem PC anlegen in dem sich dann der Reine Text befindet und vielleicht auch eine Tabelle mit deinen Wortzahlen und Notizen zu deinen Geschichten.
  • Genauso gut kannst du dir aber auch ein echtes Buch nehmen und es mit Buchstaben füllen. Beides hat Vor- und Nachteile.

Und nun, probiert es einfach mal aus und erzählt mir davon!
Eure Tinka 🙂

tagebuch

Schreibtipp #1: Hilfe! Ich komm‘ nicht weiter!

Sicherlich kennen viele das Problem. Mitten im Schreibfluss kommt man einfach nicht mehr weiter… Man will sich zwingen weiter zuschreiben, doch es klappt nicht. Auch eine Nacht drüber schlafen lässt die Worte nicht mehr fließen und man sitzt vor seiner Geschichte und ist (fast) am verzweifeln. Wie soll das nur weiter gehen?

Es klingt wirklich simpel. Und das ist es auch 😉 Ich bin im NaNoWriMo 2013 darauf gekommen. (Wahrscheinlich ist das aber nichts Neues.) Meine Situation: Nichts ging mehr, der Konflikt war gelöst und die Charaktere saßen schweigend da.

Im Alltag geht es ja immer weiter. Es gibt keine Pausen, außer man schläft vielleicht, aber auch da passieren Dinge, die von einem Beobachter aufgeschrieben werden könnten. In einer Geschichte ist das anders. Da werden die Sachen weggelassen, die normal und alltäglich sind. Wahrscheinlich will keiner gerne lesen, dass sich ein Charakter die Zähne putzt, zumindest nicht, wenn es normal für den Charakter ist.

Manchmal ist einem auch mitten im Schreibfluss gar nicht richtig bewusst, dass das Kapitel schon abgeschlossen ist. Mir ist das auch sehr oft passiert. Deshalb mein Tipp: Wenn es nicht mehr weiter geht, fangt ein neues Kapitel an. Setzt eure Charaktere in eine neue Umgebung oder vor neue Konflikte. Dadurch lebt die Geschichte.

Der Vorteil daran, dass ein neues Kapitel begonnen wird ist, dass man in eine ganz andere Situation einsteigen kann. Die Charaktere können sich in einer anderen Zeit oder an einem anderen Ort befinden. Außerdem kann man recht leicht ohne zukünftige Leser zu verwirren die Perspektive der Charaktere wechseln oder einfach andere Charaktere einführen.

Ein weiterer wichtiger Tipp ist mir vor dem NaNo begegnet: Werde dir über das Ende bewusst. Wie soll deine Geschichte ausgehen? Wenn du ein Ziel hast, dann weißt du, worauf du hinarbeiten kannst. Sollen sich die beiden Hauptcharaktere in einander Verlieben? Wie kommt es dazu? Entwickelt sich diese Liebe geradlinig oder wird sie durch Konflikte auf harte Proben gestellt? Wenn du das weißt, hast du einen ganz groben Plot und eine Richtung in die du deine Charaktere lenken kannst.

Das Ende meiner Geschichte zu kennen hat mir im NaNo sehr geholfen, immerhin habe ich das erste Mal eine Geschichte beendet.

3-Tipps zu Hilfe! Ich komm‘ nicht mehr weiter! im Überblick:

  • ein neues Kapitel anfangen
  • die Perspektive wechseln
  • das Ende kennen

Ich hoffe, euch helfen diese Tipps weiter 🙂

Eure Tinka Beere